Miguel Ángel Asturias: Die Maismänner (1949)

Gott erschuf den Menschen aus Mais. Die Ladinos, die Nachfahren der spanischen Einwanderer, bauen ihn an und verkaufen ihn im großen Stile. Dabei brennen sie den Urwald nieder und laugen die Böden aus. Dass dies unweigerlich den Zorn höherer Mächte auf sich zieht, überrascht die Maya-Quiché, die indigenen Einwohner Guatemalas, nicht. Ihre Sagen und Legenden […]

Lize Spit: Und es schmilzt (2017)

Irgendwas stimmt hier nicht, denkt der Leser von Lize Spits Debütroman „Und es schmilzt“. Die Seiten fliegen dahin, das Gefühl wird stärker. Am Ende bleibt der Leser verstört und traurig zurück. Evas Kindheit im kleinen flämischen Dorf Bovenmeer könnte so behütet sein: Tägliche Schwimmausflüge mit Freunden, eigenes Haus mit Garten, das Stück Wurst von der […]

Jonas Lüscher: Kraft (2017)

Was ursprünglich als Dissertation geplant war, wird zum Roman: Jonas Lüscher erzählt in „Kraft“ mit geistreichem Witz und skurrilem Humor die Geschichte eines Tübinger Rhetorik-Professors, der im Silicon Valley vor den Trümmern seines Lebens steht. „Warum alles was ist, gut ist und wie wir es dennoch verbessern können“ – Zu dieser durch und durch optimistischen […]

Wer schreibt hier und warum?

Seit Begründung des Wissenstagebuchs im Jahr 2010 habe ich meine „Über mich“-Beschreibung kaum verändert. Die Beiträge sollen für sich stehen, habe ich damals gedacht und tatsächlich denke ich auch heute noch so. Nachdem ich mich aber immer wieder selbst dabei ertappe, bei anderen zuallererst die Selbstbeschreibung zu lesen, erscheint mir eine Überarbeitung meiner eigenen hier […]

Lukas Bärfuss: Hagard (2017)

Obwohl hochgelobt in diesem Jahr, wurde ich mit „Hagard“ (französisch für „verstört, verängstigt“) des Schweizer Autors Lukas Bärfuss nicht warm: Die Idee einer Flucht aus dem Alltag toll, der Erzählton unsympathisch herablassend. Philip, ein aus der Form geratener Mittvierziger, verkauft Lebensabendimmobilien in Ferienregionen an Senioren. Als er in einer Stadt, die Zürich sein könnte, von […]

Enid Blyton zum 120. Geburtstag: Entzauberung einer Kindheitsheldin

Einer der Vorteile davon, viele ältere Cousinen zu haben ist es, dass die große Kiste mit Kinder- und Jugendbüchern bereitsteht, sobald man lesen gelernt hat. Meine absoluten Lieblinge damals waren neben diversen Pferdebüchern natürlich die Reihen von Enid Blyton (1898–1968). Lissy, Dolly, Hanni und Nanni und besonders die Fünf Freunde habe ich derart verschlungen, dass […]

Scott Westerfeld: Ugly (2005)

Die Prüfungsphase dauert noch an, deshalb gibt es heute mal den Einstieg in eine entspannt lesbare Jugendbuchreihe. Tally Youngblood wartet sehnsüchtig auf ihren sechszehnten Geburtstag. Dann endlich darf sie die umfassenden Schönheitsoperationen vornehmen lassen, die sie zum Höhepunkt der menschlichen Entwicklung werden lassen. Sie kann ihr Wohnheim in Uglyville verlassen, nach New Pretty Town umziehen […]

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