Lion Feuchtwanger: Jud Süß (1925)

Im Württemberg des 18. Jahrhunderts erkennt einer die Begabung des jungen und politisch unbedeutenden Feldherrn Karl Alexander schnell: Joseph Süß Oppenheimer, der sich bereitwillig als Finanzmann in die Dienste des jungen Adligen stellt. Als dieser dann tatsächlich Herzog von Württemberg und einer der mächtigsten Männer zwischen Preußen und Wien wird, erlebt auch „Jud Süß“, wie […]

Harper Lee: Gehe hin, stelle einen Wächter (2015)

Nein, nein, nein. Ich bin schon mit Skepsis an dieses Buch herangegangen. Zuerst musste natürlich „Wer die Nachtigall stört“ gelesen werden. Danach definitiv: Nein. Scout kehrt nach einigen Jahren in New York für einen Sommer nach Maycomb zurück. Mitte zwanzig, erscheint ihr die Stadt kleiner und enger als je zuvor. Ihr Bruder Jem ist tot, […]

Harper Lee: Wer die Nachtigall stört (1960)

Die Kleinstadt Maycomb, Alabama liegt in den 1930er Jahren fernab allen Übels, nur eine Zugstrecke verbindet sie mit dem Rest des Landes. Die Depression schlägt zwar auch hier zu, doch die neunjährige Scout verlebt mit Bruder Jem, Vater Atticus und ihrer mütterlichen Haushälterin Calpurnia eine glückliche Kindheit. Die schwarzen Einwohner des Ortes sind aus der […]

Frank Wedekind: Frühlings Erwachen (1891)

Es gibt Bücher, die schreien schon Schullektüre!, kaum hat man sie begonnen. Da geht’s ums Erwachsenwerden, am besten gepaart mit Historischem und Gesellschaftskritik. „Frühlings Erwachen“ passt da genau ins Bild – und ich bin heilfroh, dass es mir zu Schulzeiten erspart geblieben ist. Zu Kaisers Zeiten herrschte eine verklemmte Sexualmoral. Schwierig für Heranwachsende, die nicht […]

Michael Hochgeschwender: Die Amerikanische Revolution

Wie wurden die USA was sie heute sind? Gerade in diesen Nachwahlwochen blickt die Welt auf die USA – wie sie es seit ihrer Gründung getan hat. Doch wer sind „die Amerikaner“; was bewegte sie zur Unabhängigkeit? Michael Hochgeschwender liefert auf knapp 450 Seiten eine umfassende, fundierte und sehr lesbare Antwort für die Gründungszeit der […]

Deutschland als Mittelpunkt litauischer Literatur? Die Zeit von 1945 bis 1949.

„Es heißt, dass von den insgesamt etwa 100.000 aus ihrer Heimat geflohenen Litauern etwa 58.000 Personen in DP [Displaced Persons] Camps auf deutschem Boden gelebt haben. Unter ihnen befand sich der größte Teil der politischen und kulturellen Elite des Landes, die den Krieg überlebt hatten und den sowjetischen Massendeportation entgangen waren. Da ab 1944 in […]

Antanas Škėma: Das weiße Leintuch (1958/2017)

  Die Sehnsucht nach Litauen vergeht nie. In den geschäftigen Straßen von New York trifft man seine Landsleute; die Literatur – sie lebt im Exil fort. Fernab der sowjetischen Herrschaft schreibt manch einer mit litauischem Nationalpathos, ein anderer pflegt durch zahlreiche Anspielungen Geschichte und Kultur des Landes. Zu letzteren gehört der bereits 1961 verstorbene Dichter […]

Georg Büchner: Leonce und Lena (1836)

Leonce und Lena habe ich hauptsächlich zur Hand genommen, weil mir Büchner mit „Woyzeck“ sehr gefallen hat. Von dieser Mischung aus Komödie und politischer Satire war ich aber enttäuscht. Zum Inhalt: Der gelangweilte und deshalb auch melancholische Anwärter auf den Königsthron Leonce flieht mit seinem launigen Diener und Freund Valerio vor einer arrangierten Heirat mit […]

Sutton E. Griggs: Imperium in Imperio (1899)

1899 erschienen, gilt Imperium in Imperio als Meilenstein schwarzer US- Literatur. Als Griggs sein Buch Anfang des letzten Jahrhunderts von Tür zu Tür ziehend verkaufte, avancierte es durch Mundpropaganda schnell zum Bestseller. Das ist auch durchaus zu verstehen, die Geschichte zweier talentierter junger Männer, von denen jeder, wäre er weiß gewesen, es wohl zum Präsidenten […]

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben
%d Bloggern gefällt das: