Rainer Wieland: Das Buch des Reisens

Dieser Schatz von einem Buch enthält 69 Reiseberichte aus 2500 Jahren Menschheitsgeschichte. In dem ausführlichen Vorwort wird erklärt, dass nur Berichte aufgenommen wurden, von denen man annimmt, dass sie Reisen beschreiben, die tatsächlich stattgefunden haben. Die Berichte wurden dann meist von Teilnehmern der Reise selbst verfasst. Dadurch, dass man den Autor als Reisenden betrachtet, eröffnet […]

Kateřina Tučková: Das Vermächtnis der Göttinnen

Žítková (dt. Schitkowa) ist nicht gerade der Nabel der Welt: Ein einsames Dorf in den Weißen Karpaten an der tschechischen Grenze zu Slowenien, die Älteren häufig Analphabeten, der Selbstgebrannte wird getrunken wie Wasser und dass die Leibeigenschaft abgeschafft wurde, hat man fünfzig Jahre zu spät mitbekommen.

Thornton Wilder: Die Brücke von San Luis Rey (1927)

Es sind fünf Menschen, die zusammen mit einer alten Inka-Brücke in die Tiefe stürzen: Eine schrullige Alte zusammen mit ihrer jungen Gesellschafterin, ein Lebenskünstler mit einem kleinen Jungen und ein von Trauer über den Tod seines Zwillingsbruders gebeugter Mann. Wer sie waren und warum sie so plötzlich sterben mussten, versucht ein Mönch im Peru des […]

György Dragomán: Der Scheiterhaufen

In einem Land ohne Namen, einige Monate nach dem blutigen Sturz eines namenlosen Generals. Nichts gibt Autor Dragomán preis, doch weiß der Leser, dass er sich im Rumänien der früher 90er Jahre befindet, vielleicht in Siebenbürgen, denn die Figuren tragen ungarische Namen. Die Menschen dort hadern mit der neuen Ordnung. Besser als die alte ist […]

Laksmi Pamuntjak: Alle Farben Rot

Das Rot zieht sich durch die Geschichte Ambas und der Menschen, die ihr begegnen. Im Indonesien der 60er Jahre ist es die Farbe des aufstrebenden Kommunismus, der Idee von einer besseren Gesellschaft, die die noch offenen Wunden der niederländischen Kolonialzeit heilen soll. Rot ist die Farbe des Blutes, das beim Kampf von Parteiverbänden und Jugendorganisationen […]

Christopher Clark: Die Schlafwandler

Als Clarks Sachbuch zur Vorgeschichte des Ersten Weltkriegs punktgenau 2014, 100 Jahre nach Kriegsausbruch, erschien, hagelte es Lob und Kritik gleichermaßen. Bemerkenswert war zuerst einmal, dass sich ein australischer Historiker daran machte, ein neues Standardwerk zum Ersten Weltkrieg zu verfassen. Clark wartet mit einer nuancierten Bewertung der Kriegsschuldfrage auf und hielt sich mit einem historischen […]

Antonio Tabucchi: Erklärt Pereira

Pereira erklärt, was geschieht, wenn sich ein unwahrscheinlicher Protagonist gegen die Diktatur stellt. Dr. Pereira, ein übergewichtiger, herzkranker Witwer, verbringt seine Tage damit, Nachrufe auf noch lebende Schriftsteller zu schreiben (damit bei Bedarf schnell einer zur Hand ist) und französische Geschichten des 19. Jahrhunderts zu übersetzen. Seine Arbeit als einziger Redakteur der Kulturseite einer katholischen […]

Nelson Johnson: Boardwalk Empire

Jubel, Trubel, Heiterkeit: In den 20er Jahren erreichte das gesetzlose Treiben im US-amerikanischen Atlantic City seinen Höhepunkt. Den Aufstieg und Fall der Stadt schildert Nelson Johnson in „Boardwalk Empire“. Der Autor schildert die Trockenlegung der überwucherten Düneninsel vor der Küste New Jerseys, die zu Beginn des 18. Jahrhunderts nur von einigen Bauern besiedelt wird und […]

Tipp: Stephan Hobe – Einführung in das Völkerrecht

Zugegebenermaßen habe ich (bisher) nicht das ganze Werk gelesen. Lediglich die Kapitel über Krieg und Frieden und die Möglichkeiten internationaler Interventionen bzw. Ausnahmen vom Gewaltverbot habe ich mir unter das Kopfkissen gelegt. Doch anhand dieser beiden Kapitel spreche ich meine Empfehlung für Hobes „Einführung in das Völkerrecht“ aus. Sowohl für Politikwissenschaftler als auch für Juristen […]

Marilyn Yalom: Wie die Franzosen die Liebe erfanden

In ihrem neuen Werk „Wie die Franzosen die Liebe erfanden“ nimmt uns die Historikerin Marilyn Yalom mit auf einen Streifzug durch die französische Literaturgeschichte. Angefangen beim Minnesang erzählt sie von Abaelard und Heloise, dem französischen Pendant zu Romeo und Julia, ritterlichen Liebesschwüren, über die komische Liebe wie sie sich bei Molière findet. Von hemmungslosen Verführern […]

Beginne damit, deinen Suchbegriff oben einzugeben und drücke Enter für die Suche. Drücke ESC, um abzubrechen.

Zurück nach oben
%d Bloggern gefällt das: