Albert Camus: Der Fremde (1942)

Albert Camus – Viel zu lange habe ich mich von diesem großen Namen abschrecken lassen. In der Schule nie in die Verlegenheit gekommen, Camus lesen zu müssen, hat sich vor allem eines herausgestellt: „Der Fremde“ ist nicht nur tiefsinnig, sondern auch äußerst lesbar. Im Algerien der 1930er Jahre besucht der junge Meursault die Beerdigung seiner […]

VIII. Augustinus oder Die Dienlichkeit der Sünde

Mit Augustinus von Hippo (354–430 n. Chr.) beginnt Weischedel seine Betrachtungen über christliche Philosophen. Augustinus spielt dabei eine besondere Rolle, denn durch seine Ansichten und sein Denken wird der Unterschied zu seinen antiken griechischen und römischen Vorgängern besonders deutlich. In seiner Jugend sei Augustinus ein ziemlicher Herumtreiber gewesen, so Weischedel. Seine vielen Liebschaften und seinen […]

Alain Badiou: Wider den globalen Kapitalismus

…Für ein neues Denken in der Politik nach den Morden von Paris. Mit Alain Badious Streitschrift habe ich lange gekämpft. Das dünne Büchlein umfasst gerade einmal 64 Seiten, aber die sind gefüllt mit sehr dichten, konsequent ausgeführten Gedanken. Immer wieder habe ich neu begonnen, Thesen unterstrichen, Zusammenhänge markiert. Das Büchlein ist die Mitschrift eines Vortrages, […]

VII. Plotin oder Die Gesichte des Entrückten

Plotin (205–270 n. Chr.) lehrte zunächst in Alexandrien, bis er nach Rom zog und dort öffentliche Vorlesungen hielt. Die Römer, besonders die römischen Senatoren, besuchten seine Vorträge rege; auch römische Frauen konnten ihnen, nicht selbstverständlich zu dieser Zeit, beiwohnen. In seinen Vorlesungen ist Plotin auf der Suche nach dem Gottesbegriff. Er will sich Gott nähern, […]

Janne Teller: Nichts. Was im Leben wichtig ist

Bis sich nichts mehr rührt – eine Schulklasse sucht den Sinn des Lebens und zieht dabei eine Spur der Verwüstung hinter sich her. Die etwa 13-jährige Agnes ist genervt. Das Leben in ihrer fiktiven dänischen Kleinstadt erscheint eintönig und öde. Doch dann, am ersten Schultag nach den Sommerferien, eröffnet ihr Mitschüler Pierre-Anthon der ganzen Klasse […]

VI. Epikur und Zenon oder Pflichtloses Glück und glücklose Pflicht

Weischedel baut die Ansichten der Epikureer und der Stoiker als Antagonismus auf. Er beginnt mit den Ansichten des Epikur (371–271/70 v.Chr.). Die Überlieferung bzgl. Epikurs ist von Widersprüchen geprägt. Zum einen wird er als sehr lustbetonter, der Völlerei fröhnender „Wüstling“ dargestellt, seine Schüler verehren ihn jedoch als selbstgenügsam und milde. Als höchstes Lebensziel deklariert er […]

Wilhelm Genazino: Ein Regenschirm für diesen Tag

Der Protagonist wandelt durch eine beliebige mittelgroße deutsche Stadt, trifft hin und wieder Bekannte, ehemalige Liebschaften oder Studienkollegen und überlegt dabei, wem er begegnen möchte und wem lieber nicht. Er hadert mit der „Merkwürdigkeit des Lebens“ und der Tatsache, dass er niemals jemandem eine „Genehmigung“ dafür erteilt hat, sein Leben als solches existieren zu lassen. […]

IV. Platon oder Die philosophische Liebe

In seinem Kapitel über Platon (ca. 428-348 v.Chr.) geht Weischedel besonders auf den durch dessen Ansichten geprägten Begriff der „platonischen Liebe“, einer Liebe, welche nicht auf Begehren, sondern auf seelischer Zuneigung und Respekt vor dem anderen gründet, ein. Was sich so wohlwollend gegenüber Menschen beiderlei Geschlechts anhört, schränkt Platon selbst wieder durch seine  misogyne Sicht […]

III. Sokrates oder Das Ärgernis des Fragens

Ganz im Gegensatz zu der herausragenden Bedeutung, die Sokrates auch heute noch hat, ist Weischedels Kapitel sehr knapp gehalten- was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass Sokrates keine Theorie ausgearbeitet, oder schriftliche Aufzeichnungen hinterlassen hat. So haben ihm hauptsächlich seine glühenden Anhänger auf das Podest eines Philosophen von Weltrang gehoben. Der Philosoph Zu Beginn dieses Kapitels […]

II. Parmenides und Heraklit oder Die gegensätzlichen Zwillinge

Der Titel dieses Kapitels rührt daher, dass man Heraklit von Ephesos gemeinhin als „Philosoph des Werdens“, Parmenides hingegen als „Philosoph des Seins“ betrachtet. Über beide gibt es relativ wenige Informationen. Parmenides von Elea (ca. 540- 483 v. Chr.) Parmenides lebte im 6. Jahrhundert vor Christus in Elea, Unteritalien und soll ein durchaus reicher Politiker gewesen […]

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