[Hörbuchtipp] Alexandra Reinwarth: Das Leben ist zu kurz für später (2018)

Reinwarth Das Leben ist zu kurz für später

Alexandra Reinwarth: „Das Leben ist zu kurz für später“ ist das erste Hörbuch, für das ich monatelang auf der Warteliste der Bibliothek stand. Als es gerade erschien, reichte eine kurze Hörprobe, um mich davon zu überzeugen, dass es sich lohnen würde. Und das hat es!

Memento Mori

„Was wäre, wenn ich in einem Jahr sterben würde?“, fragt sich Autorin Alexandra Reinwarth in ihrem Selbstversuch. Was wäre mir wichtig, was nicht? Wie würde ich leben, welche Dinge würde ich tun, wie meine Zeit verbringen? Wofür würde ich mein Geld ausgeben?

Der Gedanke an den vorgestellten baldigen Tod krempelt Reinwarths Leben ganz schön um. Ihre Prioritäten verschieben sich weg vom Alltagstrott hin zu intensiven Beziehungen und kostbaren Momenten.

Obwohl Alexandra Reinwarth eine umtriebige Autorin ist und ihr „Am Arsch geht auch ein Weg vorbei“ mir das eine oder andere mal über den Weg gelaufen ist (unter anderem auf dem Blog Literat(o)ur), habe ich noch nie etwas von ihr gelesen. Überhaupt mache ich eher einen Bogen um alles, das irgendwie nach Selbsthilfe-Buch aus der Lebensratgeber-Ecke klingt.

Ein ehrlicher Selbstversuch

Aber so war es bei „Das Leben ist zu kurz für später gar nicht“. Reinwarth berichtet schonungslos ehrlich über ihren Selbstversuch und geht sowohl mit sich, als auch mit den immer wieder beschriebenen Freunden und Bekannten nicht zimperlich um. Derbe Worte finden sich ein ums andere Mal, aber weil die Autorin mit leicht bayrischer Färbung spricht, wirkt die Wortwahl authentisch und lockert schwierige Themen wie Tod und Abschied direkt auf.

Fazit

Eine Empfehlung für alle, die auf humorvolle Weise erkunden möchten, was ihnen im stressigen Alltag so alles an kostbaren Erfahrungen durch die Lappen geht.

 

Alexandra Reinwarth, Das Leben ist zu kurz für später, mvg 2018.


Weitere Meinungen zum Buch bei:

Alltagsträumer
Laya

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