Leselisten und meine 150 Bücher

In der letzten Zeit ging mir häufiger die Frage durch den Kopf, welche Bücher es sind, die „man“ im Laufe seines Lebens gelesen haben sollte. Ich habe mich durch einige dieser unzähligen Buchlisten gewühlt:

Die hundert besten Bücher der Weltliteratur, ausgewählt von Schriftstellern
• 1001 Books you must read before you die von Peter Boxall (wird gelesen auf diesem Blog)
Die 100 besten Bücher des 20. Jahrhunderts von Le Monde
Die 100 besten englischsprachigen Bücher 1923-2005 des Time-Magazins
Marcel Reich Ranickis Kanon lesenwerter deutschsprachiger Werke
Die Rory Gilmore-Leseliste
und andere mehr.

Völlig überzeugt hat mich keine der Listen. Viele beschränkten sich nur auf einen einzigen Sprachraum, der es nur bedingt zulässt, auch ein bisschen über den Tellerrand zu schauen. Andere waren mir einfach bei Weitem zu umfangreich (1001 Buch). Also habe ich mir aus allen Listen 150 Werke ausgesucht, die mich persönlich interessieren, die ich noch nicht (durch-)gelesen habe (die einzige Ausnahme ist ein Werk von Dostojewski, aber das ist schon so lange her, dass es gern wieder auf die Liste wandern konnte). Die Zeiteinteilungen sollen nur eine grobe Orientierung bieten; die Jahresangaben in Klammern beziehen sich auf das Erscheinen der Erstausgabe, bei älteren Werken auf den vermuteten Entstehungszeitpunkt.

Beim Durchlesen der fertigen Liste ist mir aufgefallen, dass sie am Ende doch sehr eurozentrisch geworden ist. Besonders aus dem deutschsprachigen Raum finden sich viele Werke. Die meisten Werke sind Romane und Erzählungen, Lyrik und Sachbücher finden sich fast gar nicht. Aber diese Liste ist nur ein erster Ansatzpunkt: persönlich, streitbar und zur Diskussion freigegeben.

Zu meiner persönlichen Liste:

k1024_leseliste

8 Gedanken zu „Leselisten und meine 150 Bücher

    1. Ja, das mache ich ab jetzt auch. Ich habe festgestellt, dass ich viel motivierter bin, einen Klassiker in die Hand zu nehmen, wenn ich eine Übersicht dazu vor Augen habe. Hast du deine Liste veröffentlicht?

  1. Hallo Jana,

    hab eben mal deine Klassik-Liste durchstöbert. Da haben wir ja tatsächlich einiges gemeinsam! Würde mich freuen, wenn wir wirklich mal ein Buch zusammen/ parallel lesen. Von den gemeinsamen Büchern werde ich in näherer Zukunft auf jeden Fall „Faust I“ lesen. Was planst du so oder liest du eher spontan?

    Liebe Grüße
    Sarah

      1. Hallo Jana,

        auf Twitter klingt gut! Da bin ich als „Pergamentfalter“ unterwegs und es ist sicher auch die einfachste Möglichkeit, sich auszutauschen.

        Von deiner Liste habe ich neben „Faust I“ noch „Der Herr der Ringe“ ins Auge gefasst. Und eventuell „Alice im Wunderland“, aber bei beiden weiß ich aktuell noch nicht genau, ob ich sie wirklich 2018 lese. Da können wir ja nochmal schreiben? Würd mich auf jeden Fall melden, wenn Faust bei mir drin ist 🙂

        Liebe Grüße
        Sarah

  2. Hey Jana,
    ich habe mir gerade durch deine Klassiker-Liste gestöbert und da ich dort keinen Kommentar hinterlassen kann, antworte ich dir jetzt auf dieser Seite.
    Erstmal finde ich es total sinnvoll (!!!!), dass du die Klassiker zeitlich nach Epoche sortiert hast – das könnte meine Liste definitiv auch mal vertragen. Außerdem stehen bei dir noch einige, die ich bei mir noch vermissen und hinzufügen könnte.
    Anders als du bin ich bei der Auswahl sehr unschematisch vorgegangen und habe mir weder eine genaue Anzahl überlegt, noch bestehende Listen herangezogen. Ich habe einfach aufgeschrieben, welche Klassiker ich kenne und welche davon mich interessieren würden und über die Jahre immer mal wieder ein paar Neue hinzugefügt.
    Liebe Grüße
    Sophia

    1. Hallo Sophia,
      mir hat deine Liste auch richtig gut gefallen! Ich habe vorher einfach querbeet Klassiker aus dem Bibliotheksregal gezogen und dann nach und nach gemerkt, dass sich einige aufeinander beziehen oder dass die Kenntnis einiger historischer Begebenheiten das Verständnis einiger Klassiker erleichtert. So habe ich dann angefangen, das Ganze ein bisschen systematischer anzugehen und auch immer wieder Sachbücher zu einzelnen Epochen dazwischen zu schieben. Gerade jetzt lese ich im Anschluss an die Nibelungensage ein Sachbuch, dass sich mit der Geschichte „Deutschlands“ von 500-1500 beschäftigt und verstehe einige Zeilen aus dem Nibelungenlied besser.
      Am wichtigsten ist doch immer, dass man sich irgendwie den Spaß am Lesen bewahrt, auch, wenn man mal einen Klassiker erwischt hat, der zäher als seine Vorgänger war und nicht gleich eine ganze Literatursparte abschreibt. 🙂
      Ich freue mich auf deine Rezensionen zur Klassikerliste!
      Viele Grüße
      Jana

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