[Leserunde] Ankündigung: Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel García Márquez

Hundert Jahre EinsamkeitZusammen mit Elisa vom Blog Reisender Bücherwurm starte ich an diesem Wochenende eine Leserunde zum berühmten Roman von Gabriel García Márquez „Hundert Jahre Einsamkeit“. Der Roman des kolumbianischen Nobelpreisträgers ist bekannt für seinen „magischen Realismus“ und erzählt die Geschichte des fiktiven Dorfes Macondo und der Familie Buendía über sechs Generationen hinweg. Ich habe das Buch schon einmal vor zwei Jahren gelesen und zusammen mit dem Übersichtswerk von Michi Strausfeld „Gelbe Schmetterlinge und die Herren Diktatoren“ hat es meine Begeisterung für südamerikanische Literatur entfacht. Jetzt möchte ich die Leserunde hier mit einigen Hintergrundinfos zum Roman und seiner Interpretation anfüttern.

 

Wir planen, den Roman in vier Etappen zu lesen und zu besprechen. Weil die meisten Ausgaben des Buches keine Kapitelangaben haben, teilen wir die Abschnitte inhaltlich ein:

 

  1. Auszug der Buendías und Gründung Macondos
  2. Auftauchen des Landrichters und Verlauf der Bürgerkriege
  3. Die Bananenfabrik
  4. Der langsame Verfall und die völlige Zerstörung des Dorfes

 

Ein Stammbaum der Familie Buendía soll uns das Lesen erleichtern:

Stammbaum Hundert Jahre Einsamkeit

Ihr wollt euch der Leserunde anschließen? Immer gerne! Wir teilen unsere Eindrücke auf Twitter unter #100JahreMacondo und gern auch hier in den Kommentaren.


Abbildungen:

Abbildung 1 – Stadtansicht Bogota über pixabay

Abbildung 2 – Stammbaum über wikipedia

5 Gedanken zu „[Leserunde] Ankündigung: Hundert Jahre Einsamkeit von Gabriel García Márquez

  1. Liebe Jana,
    bei dir geht es also auch von einer Leserunde in die nächste. Ich wünsche dir wunderbare Stunden mit diesem Buch! Hundert Jahre Einsamkeit ist eines dieser Bücher, bei denen ich immer denke: „Irgendwann müsstest du das auch mal lesen.“ Dabei ist es weniger der Inhalt, der mich reizt. Aber der Titel ist so bekannt und tatsächlich gelesen haben ihn vermutlich gar nicht so viele Menschen in Deutschland (zumindest im Vergleich zu anderen Klassikern). Darum werde ich nun eure Gedanken dazu neugierig verfolgen.

    Liebe Grüße
    Kathrin

    1. Liebe Kathrin,

      ja, bei den Leserunden gehe ich gerade von einer in die nächste. Das ist sehr schön so, denn ansonsten gibt es ja wenig Austausch außerhalb (auch, wenn ich lieber mal mit euch allen einen Kaffee trinken ginge). Ich freue mich, wenn du mitliest. Falls du noch Lust hast, später einzusteigen, bist du natürlich auch herzlich willkommen. Das Buch habe ich in sehr guter Erinnerung und ich glaube, generell gibt es auf dem lateinamerikanischen Literaturmarkt noch eine Menge zu entdecken.

      Liebe Grüße
      Jana

      1. Das stimmt, lateinamerikanische Literatur findet sich hierzulande selten. Es gibt so viele tolle Bücher auf der Welt, und wie viele davon entgehen uns, weil sie nicht hier erscheinen oder weil unser Fokus einfach auf anderem liegt?! Von der limitierten Lesezeit ganz zu schweigen.

        Ja, die Leserunden geben auch mir einen Hauch von Normalität und Gemeinschaft. Es ist kein Ersatz für reale Begegnungen, aber es macht immer wieder bewusst, dass niemand mit dieser Situation allein ist und wir alle irgendwie einen Alltag in dieser Isolation herstellen müssen, etwas brauchen, was die Distanz überbrückt. Ich muss auch oft daran denken, was für ein Glück wir haben, in einer so vernetzten Welt zu leben. Wie schwer und deprimierend wäre diese Isolation, wenn es nicht einmal die Möglichkeit gäbe, mit anderen zu telefonieren oder zu schreiben.

  2. Viel Spaß bei der Lektüre – oder sollte ich viel mehr sagen bei dem Rest davon, ihr seid ja schon mittendrin, wenn nicht sogar schon fertig!? Ich habe das Buch vor ein paar Jahren gelesen und leider sehr wenig darüber behalten. Aber die Charaktere sind mir teilweise sehr ans Herz gewachsen mit ihren Marotten und teilweise fast übernatürlich oder mystisch wirkenden Eigenschaften. Ich habe aber trotz Stammbaum irgendwann den Überblick bei den ganzen Aurelianos verloren … hoffe dir ergehts besser und bin schon gespannt auf eure Eindrücke! 🙂

    1. Danke dir! Wir sind auch noch mittendrin und nach dem gleichzeitigen Auftauchen von siebzehn (?) Aurelianos muss ich jetzt auch mal den Stammbaum zu Rate ziehen. 🙂 Mir fällt beim zweiten Lesen vieles auf, was ich beim ersten noch nicht bemerkt habe. Insbesondere, wie unterschiedlich und feinsinnig die Figuren gearbeitet sind und wie García Márquez ihre Marotten immer wieder einarbeitet, sodass man sich als Leserin selbst an die größten Merkwürdigkeiten gewöhnt. Das ist richtig toll und obwohl keines seiner anderen Werke an den Rum von „Hundert Jahre Einsamkeit“ heranreicht, bin ich sehr gespannt darauf, mal etwas Anderes von ihm zu lesen.

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