Lauren Groff: Licht und Zorn (2016)

Eine Ehe, in welcher der Mann die Frau eigentlich gar nicht kennt. „Licht und Zorn“ kommt zweigeteilt mit vielerlei Überraschung daher und schreckt auch vor Vulgarität nicht zurück. Obwohl die Geschichte auf raffinierte Art erzählt wird, konnte mich Groffs Werk nicht überzeugen. Die erste Hälfte des Buches „Licht“ beschreibt die Ehe aus Sicht des Protagonisten […]

Hillary Jordan: Mudbound – Die Tränen von Mississippi (2008/2017)

Schlamm. Überall Schlamm. Der Kampf gegen den Schlamm bestimmt das Leben der Städterin Laura McAllan, die ihrem Mann Henry 1946 widerwillig auf eine Farm ins Mississippi-Delta gefolgt ist. Kein Wasser, kein Strom – die Rolle als liebende Ehefrau auszufüllen, fällt da schwer. Ein Lichtblick ist die Heimkehr ihres Schwagers Jamie. Doch der wird von den […]

Ibram X. Kendi: Gebrandmarkt (2017)

Letztes Jahr habe ich Hochgeschwenders „Geschichte der Amerikanischen Revolution“ gelesen. Das Buch hat mir gut gefallen, ich fand es informativ. Doch es erzählt ausschließlich die Geschichte des weißen Amerikas. Zwar gibt es ab und an Einschübe über die Kriege gegen Ureinwohner, doch ein Thema findet keinerlei Beachtung: Die Sklaverei, die durch die Europäer in Nordamerika […]

Matthew Weiner: Alles über Heather (2017)

Ein junges Mädchen wird zur Projektionsfläche für die Wünsche ihrer Eltern und eines  psychopatischen Gewaltverbrechers. Matthew Weiner, der Macher der TV-Serien Mad Men und Die Sopranos, veröffentlicht mit „Alles über Heather“ seinen ersten Roman und erzählt eine beklemmende Geschichte ohne schmückendes Beiwerk, dafür aber mit dem Seziermesser an der Psyche seiner Figuren. Ein kurzer und […]

Randall Munroe: What if? Was wäre wenn? (2016)

Ein goldener Tyrannosaurus, der mit einem Kran angehoben wird (Wahnsinn!) – dass die Leute in der Buchhandlung nicht vor diesem Buch Schlange standen, wundert mich noch heute. Auch das erste Hineinschauen war ein Erlebnis: Auf den ersten Blick völlig absurde Leserfragen und die schlüssigen Antworten eines Physikers hierauf, illustriert durch kleine Strichmännchen. Wenn das nichts […]

Jay Asher: Tote Mädchen lügen nicht (2007)

Auf Jay Ashers Jugendroman „Tote Mädchen lügen nicht“ (OT: Thirteen reasons why) bin ich überhaupt erst durch die Ankündigung der gleichnamigen Netflix-Serie aufmerksam geworden. Jetzt konnte ich mir selbst eine Meinung bilden und muss sagen: Puh, ob dieses Buch geeignet ist, das Thema Suizid bei Teenagern adäquat zu behandeln, kann zu Recht bezweifelt werden.

Scott Westerfeld: Ugly (2005)

Die Prüfungsphase dauert noch an, deshalb gibt es heute mal den Einstieg in eine entspannt lesbare Jugendbuchreihe. Tally Youngblood wartet sehnsüchtig auf ihren sechszehnten Geburtstag. Dann endlich darf sie die umfassenden Schönheitsoperationen vornehmen lassen, die sie zum Höhepunkt der menschlichen Entwicklung werden lassen. Sie kann ihr Wohnheim in Uglyville verlassen, nach New Pretty Town umziehen […]

Deborah Feldman: Überbitten (2017)

Heute erscheint „Überbitten“, das dritte Buch der Wahlberlinerin Deborah Feldman. In ihrem Roman verarbeitet sie die Zeit nach dem Ausstieg aus einer isolierten jüdisch-orthodoxen Gemeinde in New York und beschreibt Ängste, Reisen und Freundschaften, die ihr Ankommen in der neuen Welt begleiten. Sieben Jahre sind es, die sie nach ihrem Ausbruch schildert. Sieben Jahre, das […]

Vladimir Nabokov: Lolita (1955)

Lolita. Ein Name, zur Bezeichnung geworden für lasziv dreinblickende junge Mädchen, ständig bereit, ältere Männer zu verführen. Immer hatte ich „Léon – Der Profi“ vor Augen und bin zudem ein wenig vor diesem Roman zurückgeschreckt. Schlussendlich siegte doch die Neugier und bescherte mir ein außergewöhnliches Leseerlebnis, hin und hergerissen zwischen Empörung in Anbetracht der Handlung […]

Harper Lee: Gehe hin, stelle einen Wächter (2015)

Nein, nein, nein. Ich bin schon mit Skepsis an dieses Buch herangegangen. Zuerst musste natürlich „Wer die Nachtigall stört“ gelesen werden. Danach definitiv: Nein. Scout kehrt nach einigen Jahren in New York für einen Sommer nach Maycomb zurück. Mitte zwanzig, erscheint ihr die Stadt kleiner und enger als je zuvor. Ihr Bruder Jem ist tot, […]

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