[Leserunde] John Steinbeck: Of Mice and Men (1937)

John Steinbeck: „Of Mice and Men/Von Mäusen und Menschen” erzählt die Geschichte des prekären Lebens der Wanderarbeiter im Kalifornien der 1930er Jahre. Das Werk entzaubert den American Dream auf gewaltvolle Weise.

[Indiebook] Julie Otsuka: Als der Kaiser ein Gott war (2019)

Die Internierung japanischstämmiger Amerikaner ist ein Thema, das in Literatur und Film nur sehr vereinzelt aufgegriffen wird. Die Schriftstellerin Julie Otsuka hat sich in ihrem bereits 2002 erschienenen Roman „Als der Kaiser ein Gott war“ auf berührende Weise dieses dunklen Kapitels US-amerikanischer Geschichte angenommen und wurde dafür mit dem Asian American Literary Award ausgezeichnet.

John Steinbeck: Der Winter unseres Missvergnügens (1961). Geld ist nicht freundlich

John Steinbecks „Der Winter unseres Missvergnügens“ erzählt raffiniert von der Macht, die Geld auf Menschen ausübt und sie zum Äußersten treibt. Ethan Hawley stammt aus einer der angesehensten Walfängerfamilien der Ostküste. Doch nach der Wirtschaftskrise ist ihm bis auf das Haus nicht mehr viel geblieben vom einstigen Vermögen. Also arbeitet er als Verkäufer, um seine […]

[Leserunde] Lew Tolstoi – Anna Karenina (1877/1878)

In den letzten Wochen war es sehr ruhig hier auf dem Blog. Das liegt nicht nur am Umzug, der Eingewöhnung in Dresden und dem neuen Job, sondern auch an Tolstoi! Ganze sechs Wochen lang hat mich Anna Karenina begleitet. Andere Bücher passten in der Zeit leider nicht dazwischen. Aber es hat sich gelohnt – das […]

Dörte Hansen: Mittagsstunde (2018)

Wie schon in „Altes Land“ erzählt Dörte Hansen vom vermeintlich beschaulichen Dorfleben damals und heute. Doch an ihren Debütroman mit den liebenswert-schrulligen Figuren reicht „Mittagsstunde“ nicht heran. Worum geht’s? Ingwer Feddersen arbeitet als Archäologe an der Kieler Universität. Er nutzte die erstbeste Gelegenheit, um dem Dorfleben und seiner schwierigen Familiengeschichte zu entkommen. Seine Lebenssituation in […]

Karen Duve: Fräulein Nettes kurzer Sommer (2018)

Annette von Droste-Hülshoff ist eine Nervensäge. Niemand weiß das besser als ihre unüberschaubar große Familie. Besonders den Herren der Schöpfung geht sie auf den Geist, denn sie will mit ihren Gedichten einfach keine Ruhe geben und mischt sich in Männergespräche ein, statt blöde vor sich hin zu schweigen. Das allein ist schon ein Skandal. Dann […]

[Leserunde] Dostojewskij „Verbrechen und Strafe“ (1866) – Zwischenfazit

Tod, Leid und Elend – die Dostojewskij-Leserunde führte mich bisher in die dunkelsten Ecken Sankt Petersburgs. Warum das Lesen trotzdem Spaß macht. Hier geht’s zum zweiten Teil des Beitrags. Kurzfristig durfte ich mich der Leserunde von Miss Booleana, voidpointer und Phantásienreisen zu Fjodor Dostojewskijs bekanntestem Roman „Verbrechen und Strafe“ (in älterer Übersetzung auch „Schuld und […]

Tara Westover: Befreit. Wie Bildung mir die Welt erschloss (2018)

Auf das Erscheinen dieses Buches von Tara Westover habe ich gespannt gewartet und dann mit angehaltenem Atem gelesen: Die unglaubliche Geschichte einer Frau, die mit 17 Jahren zum ersten Mal den Fuß in einen Unterrichtsraum setzt und schon mit Anfang 30 auf einen beeindruckenden akademischen Werdegang zurückblicken kann. Cambridge, Harvard – und das alles mit […]

Joseph Roth: Radetzkymarsch (1932)

Das erste richtige Scheitern auf der Klassiker-Mission. Mit Joseph Roths Epos wurde ich auch im dritten Anlauf nicht warm. Der Plan: ein paar Jahre ins Land ziehen lassen und dann, wenn einmal so viel Zeit und Muße ist, einen neuen Versuch wagen. Die Geschichte vom Niedergang der k. und k. Monarchie war in der Hörbuchfassung […]

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